Out of Office

von einer die anfing, wandern zu gehen

Autor: Anja

Westhighland Way Tag 1 + 2 – Die Anreise und der „Warm-up“-Tag

So, jetzt war es endlich soweit. Von all den guten Vorsätzen, sich vorher gut vorzubereiten, zu trainieren, vielleicht sogar eine Wochenend Wanderung zu machen ist nicht viel übrig geblieben, da man mal wieder zu viel Zeit im Büro verbracht hat. Aber die Zeit bleibt nicht stehen, der Abreisetag rückt immer näher und plötzlich steht man mit einem gepacktem Rucksack am Flughafen.

Der Flug ging gemütlich um 11:00 Uhr, durch die Zeitverschiebung sind wir um 12:45 Ortszeit in Edinburgh gelandet. Nachdem wir unsere Rucksäcke aus der Stretchfolie befreit und uns mit der Landeswährung versogt hatten, ging es mit dem Airport-Shuttlebus nach Edinburgh Waverly Station. Die Fahrt war  gleich eine kleine Stadtrundfahrt, aber da wir uns Edinburgh erst bei der Rückfahrt ansehen wollen, geht es heute gleich weiter mit dem Zug nach Glasgow. 

Wir sind den Weg von Glasgow Queen Street zu Fuß zum Hotel gegangen. Die 40 Minuten haben sich ein wenig gezogen, da unsere Rucksäcke etwas schwerer waren, als für die eigendliche Wanderung geplant. Für den Westhighland Way werden wir einen Teil des Gepäcks mit einem Gepäck-Transportdienst schicken, der es uns von Unterkunft zu Unterkunft fährt. Aber halt erst von Milngavie. Etwas abgekämpft sind wir am Albion Hotel angekommen, nicht mehr ganz so sicher, ob wir mit dem Gepäck wirklich zu Fuß nach Milngavie gehen wollen. Aber nach einem wirklich fantastischem Abendessen in einem Restaurant in einem ehemalugen Kirche, dem ersten Whiskey und etwas Schlaf sieht die Welt schon wieder anders aus. 
Gegangene km: ca 3

Whiskey of the Day: Bowmore (12y)

Da wir vergessen hatten, uns zum Frühstück im Hotel anzumelden, waren wir in einem Coffeeshop frühstücken und sind dann gemütlich um 10:00 Uhr aufgebrochen. Entlang des Kelvin Walkways und durch den Botanischen Garten ging es die ersten 7 km durch sehr viel grün, die letzten vier km verliefen dann entlang einer Straße und waren weniger idyllisch, aber ok. Um ca. 13 Uhr waren wir dann in Milngavie und sind erstmal etwas essen gegangen, da wir eh erst um 14:00 Uhr einchecken konnten. Das Essen war wieder super, was auch immer man schlechtes von der britischen Küche hört, die Schotten wissen was gut ist 🙂
Nach einer Dusche und einem Beduch im Supermarkt hat es Ronny wieder ins Hotel gezogen. Gaby und ich haben noch eine kleine Runde durch Milngavie gemacht und den Abend mit einem guten Essen und  natürlich einem Whiskey ausklingen lassen. 

Gegangene km: 11

Whiskey of the Day: Highland Park (12y)

Habe heute irgendwie keine Fitos mit dem Handy gemacht, da gibt es Bilder erst wenn wir zurück sind 🙂

Ich packe meinen Rucksack

Am Freitag bin ich nach der Arbeit mit zu Ronny gefahren, weil wir uns am Samstag verabredet hatten, den ersten Teil der Route zu Planen. Details hierzu wird Ronny noch posten, will nur vorwegnehmen: er hat seeehr leckere Rouladen gekocht 🙂

Auf dem Weg zu Ronny haben wir noch spontan beim Gigasport angehalten, um mal nach Rucksäcken zu schauen. Mal davon abgesehen, dass im Bereich 35-55 Liter fast keine Modelle gab, konnten wir uns zumindest mal ein paar Tragesysteme ansehen. Am meisten hat mich die Osprey AG-Serie überzeugt. Einen Rucksack mit „Anti Gravity“ zu betiteln scheint erst vermessen, aber die Dinger sind echt saubequem. Ist zumindest mal in der engeren Wahl, auch wenn der Beckengurt schon sehr dick ist und ich noch nicht weiss, ob das auf Dauer nervt. Wir werden ja sehen.

Fotografieren beim Wandern

Dem aufmerksamen Leser ist vermutlich nicht entgangen, dass ich bei meinem Spaziergang am Dienstag meinen Fotorucksack dabei hatte, aber die Bilder geflissentlich nicht erwähnt habe. Das hat zwei Gründe:

  1. Ich habe auf dem Blog noch nicht so richtig eine Lösung für eine Galerie gefunden
  2. Es waren nicht so richtig tolle Fotos

Das Gallerie-Problem habe ich gelöst:

Das mit den tollen Fotos noch nicht 🙂

Ich habe bewusst versucht, nur mit meinem 18-55mm zu fotografieren und was soll ich sagen, ich bin nicht so der Weitwinkeltyp. Ich finde die Bilder meistens nachher ehr fad, aber in Schottland wird man sich wohl ab und an ein Weitwinkel wünschen <seufz>. Dabei wollte ich wirklich nur ein Objektiv mitnehmen…

Ein anderes Problem wird der Kamera Gurt. Ich verwende zur Zeit einen Carry Speed Gurt, der mich nach langer Suche endlich glücklich gemacht hat. Aber mit Trekking Stöcken ist das ehr unpraktikabel, es scheidet alles aus, was seitlich baumelt. Es gibt Tragesysteme, wo die Kamera an den Rucksackträgern befestigt wird, aber die wollen für zwei kurze Gurtbänder mit Karabiner 40(!) Euronen. Das wird also ein DIY Projekt, sobald ich mal einen Rucksack gefunden habe.

Und über Regenschutz muss ich mir auch noch Gedanken machen…

Schnürsenkel

Ich hab da mal recherchiert. Also der Ted-Talk hat nur die halbe Wahrheit beinhaltet, es kommt nämlich schon auf den Halbknoten unter der Schleife an.Ich habe meine Schleife heute mal ganz anders gemacht, halte euch auf dem laufenden!

Der erste Spaziergang mit den neuen Schuhen

So, nachdem gestern ein herrliches Herbstwetter war, habe ich mich aufgerafft und war zwei Stunden spazieren (wandern will ich es noch nicht nennen).

Für die Statistik:
Ort: Wimpassing an der Leitha
Dauer: 2 Stunden
Strecke: 7 km
Schwierigkeit: leicht
Gepäck: Fotorucksack und Wasser, ca. 4,5 kg

Fazit:

  1. Meine Kondition ist noch schlechter als gedacht. Zwei Stunden gehen ist nicht das Problem, aber wehe es geht mal etwas bergauf!
  2. Schuhe sind super! Saubequem, nichts drückt oder scheuert. ABER: warum können Schuhhersteller Hightech-Gewebe herstellen, das atmungsaktiv und wasserdicht ist, aber keine Schnürsenkel, die nicht ständig aufgehen?
  3. Funktionskleidung scheint seine Berechtigung zu haben. Hatte mich warm angezogen, aber beim Gehen und zunehmenden Sonnenschein wurde mir schon sehr warm und das Baumwoll-Shirt sehr nass. Aber das steht ja auf der ToDo-Liste
  4. Im Gasthaus Schmalzl in Wimpassing ist jeden Mittwoch um 19:00 Uhr Bingo

Nachtrag: Ein guter Freund meint, ich binde die Schnürsenkel falsch und hat mich auf einen TED-Talk hingewiesen:

Terry Moore: Wie Sie Ihre Schuhe binden | TED Talk | TED.com

Habe danach 15 Minuten versucht, mir die Schuhe richtig zuzubinden, der Durchbruch ist aber noch nicht erfolgt

Schuhe kaufen beim Sports Direct in der SCS

Mal vorab: ich gehe nicht gerne shoppen. Und was ganz unten auf der „ich muss Klamotten kaufen Liste“ steht, sind Schuhe. Nun sehe ich aber die Notwendigkeit ein, das man Trekking Schuhe anprobieren muss. Nachdem ich auf der Webseite von Sports Direct einige heruntergesetzt e Modelle gesehen habe, habe ich mich mit meiner Freundin dort am Samstag (!) zum Schuhe kaufen verabredet. Ich war etwas früher da und hab mich schonmal umgesehen. Erste Zweifel kamen, als man die Schuhe noch einfach zum Anprobieren aus dem Regal nehmen könnte, sondern der Verkäufer die richtige Größe aus dem Lager bestellen musste. Aber ok, ich war ja schonmal da. Das ganze wurde dann aber ein wirklich tolles Shopping-Erlebnis. Ich habe wirklich schön lange nicht mehr einen so motivierten und netten Verkäufer erlebt!

Nachdem wir gefühlt alles anprobiert hatten, was es so gab ist es ein Paar Salomon Conquest GTX Damen Trekkingstiefel geworden. Wie sie sich in der Praxis bewähren, werde ich berichten.

Projekt West Highland Way

Vor etwa zwei Wochen hatte ich das dringende Bedürfnis, mal wieder etwas für mein Privatleben zu planen. Nach dem meine Work-Life-Balance daraus bestanden hat, zu überlegen ob ich länger im Büro bleibe oder zuhause weiterarbeite, wurde es Zeit für ein privates Projekt. Mal wieder was für sich selber machen, die Kamera mal wieder auspacken, so etwas halt. Auf der Suche nach Zielen in der näheren Umgebung bin ich über den West Highland Way gestolpert, und auch wenn der nun nicht gerade ums Eck ist, wuchs der Gedanke und wurde zu einer fixen Idee: nächstes Jahr im Mai gehe ich wandern, 154 km durch Schottland! 

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